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Anti-Flow! Wer und wie viele von uns stottern, ohne es zu merken?

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Ein Stotterer sei man, wenn man die Wörter, die man sagen will, nicht artikuliert nach außen bekommt. Wenn man Buchstaben ungewollt dehnt, wiederholt oder blockt. Wenn der Sprechfluss nicht flüssig fließt sondern ins Stocken gerät und auf Blockaden trifft.

Wenn dann auch noch Begleitsymptome auftreten, wie etwa Muskelverkrampfungen und Muskelzucken im Gesicht und teilweise im ganzen Körper, ist es nicht nur auditiv sondern auch visuell für jedermann klar: Es handelt sich um eine stotternde Person. Die Laute und Grimassen haben sie enttarnt.

Aber Halt, Stopp, Moment! So muss jemand sein, der stottert? Das sind die Kriterien für eine Person mit Stottersymptomatik und Stotterproblematik?

Etwa 800.000 Menschen in Deutschland werden als Stotterer klassifiziert. Dies entspricht somit rund 1 Prozent der Bevölkerung. Aber was ist mit dem Rest?

Wir alle geraten in unserem Leben doch mal ins Stottern. Oder sollte ich sagen: Wir alle stottern uns mehr oder weniger durchs Leben! In welchem Lebensbereich läuft denn schon immer alles glatt und flüssig?

Nicht zu stottern hieße, völlig im Flow zu sein. Wie oft sind wir das in unserem Alltag? Wie oft läuft alles reibungslos und ohne Blockade? Und wie oft geraten wir außer Takt und Rhythmus und damit ins Stocken?

Stottern auf anderen Ebenen

Der eine stottert sich durch seine Beziehungen, der andere durch seine berufliche Laufbahn. Die eine stottert mit ihren Finanzen, die andere beim Erlernen eines Musikinstruments. Wie viele Klavierspieler bekommen trotz langen Übens dieses eine Stück einfach nicht flüssig hin?

Wir sehen: Stottern kann nicht allein auf das Sprechen bezogen werden.

Der Unterschied zwischen herkömmlichen, offiziellen Stotterern und „Normal“-Sprechern ist: Das Stottern der ersten Gruppe Menschen lässt sich von außen hören und erkennen. Das Stottern der restlichen Menschen lässt sich oft nur von ihnen selbst im Inneren erspüren!

Denn es fehlt ihnen in anderen diversen Lebenssituationen an Flow und Rhythmus. Sie leiden an zu vielen Hemmungen, die sie schier nicht überwinden können. Das lässt ihre Seele genauso leiden, wie die eines Menschen mit Sprechstörung. Denn die Seele erhält nicht ihren vollen Ausdruck. Viel Potenzial bleibt unausgeschöpft.

Und so stottern wir vor uns hin, weil uns der Lebensflow fehlt.

Stottern als Teil eines normalen Sprechverhaltens

Aber selbst auf sprachlicher Ebene ist niemand stotterfrei! Wie oft bleiben wir alle in unseren Sätzen und Stegreif-Formulierungen hängen und wissen nicht, wie wir den Satz geschmeidig zu Ende führen können? Wie oft stoppen wir mitten in einem unserer Schachtelsätze und wissen nicht mehr, wie zum Henker wir ihn begonnen haben!?

Und wie oft wiederholen wir Füllwörter oder Lückenfüller wie „also, naja, also“?

Wie oft äußern wir sogenannte Verzögerungslaute bzw. Verlegenheitslaute wie „Ehm, Äh, ööh, mmh, uhm…“!? All diese Fülllaute und Pausenclowns in unserer Sprache behindert den Redefluss und lassen uns auf gewisse Weise Stottern. Vor allem, wenn wir über das, was wir sagen wollen nachdenken, während wir aber weiterreden.

Die einzig wirklichen flüssigen Sprecher sind wahrscheinlich die Nachrichtensprecher. Und die reden mit ihrer Nachbarin auch nicht so, wie sie es im Fernsehen oder Radio tun! Sie üben eine Profession aus, und sind trainiert und ausgebildet, einen vorformulierten Text deutlich und flüssig wiederzugeben.

Was ich damit andeuten will: Wahrlich flüssiges Sprechen ist eine Illusion!

In meiner 8-Schritte Methode für stotternde Menschen widmet sich einer unter ihnen der Präzision. Dieser ist für viele vermeintliche Nicht-Stotterer mindestens genauso relevant! Wir sprechen oft schlampig. Ellipsenreich. Undeutlich. Zu laut oder zu leise. Monoton. Einfältig. Keiner spricht perfekt. Jeder hat seine Schwachstellen in Sachen Sprechweise und Rhetorik. Zeit, an uns zu arbeiten und ein starker Kommunikator zu werden!

Fazit: Stottern ist ein Phänomen, das nicht exklusiv den Menschen mit expliziter Sprechstörung angehört. Stottern kann sich in allen Lebensbereichen äußern und erspüren.

Immer, wenn wir in unserem Leben nicht im Flow sind, stottern wir mehr oder minder. Was genau möchtest also DU in deinem Leben wieder in Schwung bringen? Deinen Beruf? Deine Karriere? Dein Hobby? Deine Liebesbeziehung? Deinen Körper? Deine Gedanken?

Lass uns darüber austauschen! Neben deiner Möglichkeit, ein spaßiges Gratis-Kennenlernen über Zoom zu buchen, hast du auch die Option meiner Powergruppe auf Facebook beizutreten! Oder am besten beides! 😉

Was bleibt da noch zu sagen außer: Let the flow begin!

Holistischer Gruß mit Hut

Markus 🙂