Die Dinge und Wir

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Die Dinge und Wir

 Was du von anderen hältst

 

hältst du handlang von dir selbst

Was du bejammerst ist dein Verlangen

dem Du dich selber nicht stellst

 

Der laute Krieg, in den du außen ziehst

und dein Gegner so schmerzhaft spürt

Ist nicht selten der Krieg, den du mit dir

Innerlich selber führst

 

Was wir an anderen bemäkeln, bewundern, beklagen

Sagt mehr über uns selbst als über die Besagten

Was wir denken, und das, was wir Menschen schenken

Schenkt oft mehr Erkenntnis über uns als über die Beschenkten

 

Denn wir sehen die Dinge selten wie die Dinge sind

Wir sehen die Dinge, wie wir selber sind, tief innen drin

Uns’re Welt ist analog: wie drinnen so draußen

Wie oben so unten, wie innen so außen