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Stottern reduzieren beim Telefonieren! 3 Tipps, wenn du Angst vor Telefongesprächen hast

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Der größter Horror für einen stotternden Menschen ist nicht Freddie Krueger oder Stephen Kings gruseliger Clown namens ES. Nein.

Kaum etwas ist unter Stotternden derart gefürchtet wie der grüne Hörer-Button eines Telefons! Ja. Das Telefonieren. Telefonieren ist der weiße Hai im Meer der Wörter.

Warum ist das so?

Man könnte doch meinen, die Reaktion eines fremden Gesprächspartners erschreckt noch vehementer. Beim Telefonieren sieht man schließlich die komischen, verwirrten und teils strafenden Blicke des Gegenübers nicht. Dafür sieht der Gesprächspartner auch nicht das Gesicht des Stotternden, und damit auch erstmal nicht das Problem, mit der er oder sie zu kämpfen hat.

„Hallo!?? Sind Sie noch dran?“

Der Horror-Satz für jeden Stotternden mit Ohr am Smartphone. Wenn die Wörter und Laute im Halse stecken bleiben und nichts Verständliches mehr herauskommt, weiß der Fremde am anderen Ende der Leitung oft nicht, was gerade los ist.

Ein Teufelskreis beginnt. Der Druck wird mit jeder ungewollten Pause noch höher und lässt einen Stotternden noch mehr blockieren. Falls der Gesprächspartner nicht kapiert, dass diesem „seltsamen Gesprächs“ eine Sprechstörung zugrunde liegt, wird gerne mal mit einer unsensiblen Nachfrage reagiert, „ob man denn noch dran sei“. Oder noch schlimmer: „Hallo!? Sprechen Sie mit mir!“

Ich kenn das alles. Selbst nachdem ich mein Stottern zu 99% überwunden hatte, dauerte es immer noch lange Zeit, bis ich ohne Bedenken und Unwohlsein einen Anruf selber tätigte, der nicht uuunbedingt sein musste. Kann doch auch einfach 10 Minuten mit dem Auto fahren, um ihm oder ihr dies oder das mitzuteilen. Wozu anrufen?

Manchmal erwischt es mich sogar heute noch. Nämlich dann, wenn aus irgendeinem meist thematischen Grund mein Stresslevel zu hoch wird. Wenn ich etwa beim Telefonieren in Rage gerate. Oder in ganz starke Erklärungsnot.

Drauf gepfiffen! Zum Glück weiß ich mittlerweile, wie ich ganz schnell entgegenwirken kann. Wie ich wieder ruhig werde und unbeschwert weiterspreche. Es war ein langer Weg dorthin.

Vielleicht bist du noch nicht soweit. Aus diesem Grund habe ich 3 Tipps mitgebracht, wie du auch ohne konstantes Training ein einzelnes Telefongespräch in Zukunft besser meisterst.

  • Bring dich in die richtige Schwingung!

Wenn du Angst oder auch nur Unwohlsein verspürst, während du bereits die Nummer wählst oder das Handy schon klingelt, wird es schwierig mit der Souveränität. Dein Körper produziert nämlich Stresshormone und das lässt deine Muskeln anspannen und zusammenziehen. Dein Körper macht sich also klein, du nimmst eine geknickte Haltung ein.

Da die Stresshormone alle Muskeln betreffen, weil dich das Unterbewusstsein auf die Überlebensstrategien Kampf, Flucht oder Totstellen vorbereitet, hat es den selben Effekt auf deinen Atemmuskel namens Zwerchfell.

Die Angst vor dem Telefonieren bringt dich womöglich also überhaupt erst ins Stottern. Oder verstärkt es zumindest. Deshalb brauchst du körperlich gesehen den Gegensatz zu dieser Geistes- und Körperhaltung!

Wie du das tust?

Mach dich groß! Das ist mein erster Tipp: Nimm eine Haltung ein, die ein erfolgreicher, souveräner Mensch deiner Meinung nach einnehmen würde. Tu so, als seist du ein ausgezeichneter Telefonierer, dem das Ganze sogar Spaß macht!

Stell dir gerne folgende Frage:

Wie würde die beste, souveränste, lockerste Version von dir selbst in dieses Gespräch gehen und dieses Gespräch bis zum Ende führen?

Begib dich in genau diesen Zustand, und zwar mindestens 17 Sekunden lang! Danach beginnt dein Gehirn, diesen neuen Gedanken auszubauen, weiter zu verfolgen und es entsteht ein neues Momentum. Eines, das dir sehr zugutekommt!

So wie die elektronischen Wellen zwischen deinem Handy und dem deines Gesprächspartners auch auf gleicher Frequenz schwingen müssen, damit ihr überhaupt miteinander sprechen könnt, so musst auch Du die gleiche Frequenz aufbauen, auf der sich deine Zielzustand befindet. Posiere dafür ruhig in erhabener Stellung. Breite deinen Körper aus. Stell dir vor, wie es ist, dein Vorbild-Ich zu sein. Und dann nimm das Smartphone in die Hand.

  • Breche deine Schutzmaßnahmen auf!

Der zweite Tipp ist eher ein Anti-Tipp, bei dem ich dir raten will, etwas NICHT zu tun. Es sind Worte, die viele Stotternde als Schutzmaßnahme für den Gesprächsanfang benutzen:

„Ich wollte Ihnen sagen, dass ich stottere – nur damit Sie Bescheid wissen!“

Auf den ersten Blick mag die Vorgehensweise vernünftig erscheinen. Sie nimmt nämlich Druck weg und der Gesprächspartner weiß sofort, was er zu erwarten hat. Während dieses provisorische Absichern kurzfristig tatsächlich seine Vorteile hat, nimmt es dir langfristig die Chance, Stottern zu überwinden!

Warum?

Weil du die Identifikation mit einem stotternden Menschen aufrechterhältst! Nicht nur bestätigst du deinem Unterbewusstsein jedes Mal erneut, dass du ein Stotternder bist – du beschwörst damit auch alle damit verbunden negativen Gefühle in dir hoch! Und dann wirst du wieder klein. Du bist aber nicht klein! Du hast viel mehr Größe in dir, als du jetzt noch erahnen kannst.

Wenn du in Tipp 1 so tust, als seist du bereits die gelöste, lockere und absolut selbstsichere Version von dir, dann mach dir diesen Zustand mit diesem einen Satz nicht kaputt. Ist doch egal ob du stotterst und wie lange der andere braucht, um das zu raffen. Es kratzt nicht an deiner selbstsicheren Lockerheit!

Falls dir dieser Schritt zu groß ist, dann formuliere wenigstens deinen Satz in einen positiven Zukunftsausblick um. Statt zu sagen, dass du stotterst, sage, du bist gerade dabei, Stottern zu überwinden!

Riesen Unterschied in deiner Geisteshaltung, oder?

  • Setze auf adäquate Mundwinkel!

Gemeint ist: Lächle! Drücke niemals den grünen Knopf, ohne Lächeln auf deinem Kopf!

Im Prinzip ist es eine Weiterführung und Verstärkung des ersten Tipps. Ein Lächeln entspannt dein Nervensystem, denn es ist ein Sicherheitssignal! Wenn du lange genug lächelst, entspannen sich nicht nur deine Muskeln, sondern auch dein Atem und dein gestresstes Mindset. Lächeln setzt nämlich negativen Gedanken ein jähes Ende! Versuch mal negativ zu denken, während du lächelst. Geht nicht, oder?

Meiner Meinung nach gibt es keine entspannendere Wirkung als das „fake it till you make it“-Lächeln. Irgendwann bist du nämlich wirklich gut drauf! Und das hört der Gesprächspartner am anderen Leitungsende auch! Nicht nur wird er dich als sympathischer wahrnehmen, sondern auch weniger Stottern hören. Denn wenn du deinem Nervensystem Spaß und Freude suggerierst, bist du auch beim Sprechen viel gelöster. Gehe also niemals ans Telefon ohne dein schönstes Zahnpasta-Lächeln!

Die tieferen psychologischen Wirkungen zu diesen Tipps UND vor allem noch weitere effektive Tipps und Übungen zum Telefonieren erwarten dich in meinem 100 Tage Online-Kurs, um Stottern grundsätzlich zu überwinden.

(Den entsprechenden Link findest du unterhalb des Videos)

Wäre es nicht geil, ohne Stress, Angst oder Unwohlsein ein Telefonat zu führen? Ganz locker und leicht, mit Freude und Souveränität? Ohne Horror? Wenn Freddie Krueger, gruselige Clowns und den weißen Hai vor DIR und deiner neuen Stärke flüchten und nicht andersherum?

Dann sei dir der Rede wert, vor Menschen, unter Menschen und mit Menschen am Telefon! Es wäre mir eine Ehre, auch Dich in deine selbstsichere Ausdrucksstärke zu bringen!

Gruß mit Hut,

Dein FLOWmaker Markus 🙂